Brennessel-Käseschnecken

Diese Käseschnecken sind eine pfiffige Beilage zu Gegrilltem. Statt Brennessel können sie auch mit Spinat gemacht werden. Den Teig setzt ihr am Vorabend an, ich habe die Füllung ebenfalls am Vortag hergestellt, so habe ich am Grilltag keine Hektik.

Für den Teig:

  • 5 g frische Hefe
  • 120 mL lauwarmes Wasser
  • halber TL Honig
  • 500 g Dinkelmehl
  • 200 g Buttermilch
  • 15 g Öl (z.B. Rapsöl)
  • 7 g Salz

Für die Füllung:

  • 300 g Brennesselpüree oder gehackte Brennessel, abgetropft
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1 Ei
  • 200 g Hirtenkäse, in kleine Würfel geschnitten
  • 200 g Creme fraiche
  • Chiliflocken, Salz, Pfeffer

Für den Teig die Hefe und den Honig im Wasser lösen. Mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Erst 1-2 Stunden abgedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen, dann im Kühlschrank über Nacht weiter reifen lassen. In der Zwischenzeit die Zutaten für die Füllung vermengen und ebenfalls gekühlt und abgedeckt durchziehen lassen.

Nun den Teig viereckig ausrollen, die Füllung darauf verstreichen (dabei die Ränder freilassen) und zu einer Rolle formen. Mit einem scharfen Messer 3 cm dicke Scheiben schneiden. Diese in eine Springform (mit Backpapier ausgelegt) setzen und nochmals 1 Std. bei Raumtemperatur gehen lassen. Dann 25-30 min bei 190 °C backen.

Vor dem Servieren sollten die Käseschnecken höchstens noch lauwarm sein, damit sie sich besser auseinanderzupfen lassen.

Lasst es euch schmecken!

Dieses Rezept ist eine Abwandlung von einem Rezept aus dem Brot-Magazin von 04/2020.

Buttermilch-Dinkelbrot aus dem Römertopf

Der Römertopf erlebt gerade eine Renaissance und ich habe ihn auch zum Brotbacken ausprobiert – und ich muss euch sagen: dieses Brot ist lecker und luftig geworden – ich habe mir bezüglich der Temperaturführung selten so wenig Gedanken um ein Brot gemacht. Geschmacklich eignet es sich zum Grillen, für Süßes und überall dort, wo ein helles lockeres Brot (sozusagen als Baguette-Ersatz) passt.

  • 500 mL Buttermilch
  • 1 TL Honig
  • 3/4 Pck. Trockenhefe
  • 500 g Dinkelmehl
  • 100 g Dinkelvollkornmehl
  • 2 TL Salz

Die lauwarme Buttermilch mit Honig und Hefe verrühren. Die Mehlsorten und das Salz mischen und mit der Buttermilch-Mischung in der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig kneten (das dauert gut 10 min). Anschließend den Teig abgedeckt bei Raumtemperatur 3 Std. gehen lassen.

Zur Vorbereitung des Römertopfes diesen mindestens 30 min wässern. Dann den Topf innen trocken reiben und mit Mehl ausstreuen. Den Teig auf einer bemehlten Unterlage oval wirken, in den Römertopf geben und auf der Oberfläche einritzen. Dann den Topf in den kalten Ofen stellen und bei 200 °C für 50 min backen.

Lasst es euch schmecken!

Rhabarber-Käsekuchen mit Streuseln

Hurra, Rhabarberzeit! Und mit diesem Kuchen holt ihr das Beste aus dem Rhabarber raus. Der Kuchen macht durch seine Kombination aus Käsekuchen und Rhabarber-Streuselkuchen richtig gute Laune und schmeckt einfach toll. Streusel und Boden sind aus dem gleichen Teig – da geht die Herstellung recht flott.

Hier das Rezept für eine 28 cm-Springform:

  • 600 g Rhabarber
  • 90 g Zucker
  • Für den Teig:
  • 350 g Dinkelmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 70 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 200 g Butter
  • Für die Füllung:
  • 500 g Speisequark
  • 2 Eier, getrennt
  • 80 g Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • abgeriebene Schale einer halben Zitrone
  • 1 Sahne-Puddingpulver
  • 50 g flüssige Butter

Den Rhabarber säubern (ich schäle ihn mittlerweile nicht mehr, da er komplett weich wird), in kleine Stücke schneiden und mit dem Zucker mischen. 30 min ziehen lassen und das entstandene Wasser abgießen.

Für den Teig das Mehl und das Backpulver mischen und die restlichen Zutaten mit einem Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten. Diesen abgedeckt 30 min im Kühlschrank kalt stellen.

Für die Füllung das Eiweiß steif schlagen. Den Speisequark (ich habe Magerquark verwendet, andere Fettstufen gehen aber auch), Eigelb und die restlichen Zutaten verrühren und zuletzt den Eischnee unterheben.

Für den Kuchenboden 2/3 des Teiges auf eine mit Backpapier ausgelegte und gebutterte Springform verteilen (das geht am besten, wenn man es mit den Fingern breitdrückt) und einen kleinen Rand hochziehen. Dann die Füllung daruaf geben und glatt streichen. Mit dem Rhabarber belegen. Das restliche Drittel des Teiges mit den Fingern zu Streusel bröseln und auf dem Kuchen verteilen.

Im vorgeheizten Backofen für 50-60 min bei 180 °C backen.

In der Form abkühlen lassen und dann genießen.

Lasst es euch schmecken!

Nuss-Nugat-Creme

„Wow, geht die einfach und schmeckt die toll!“ – Das war meine erste Reaktion, als ich dieses Rezept ausprobiert habe. Mein Mann hat das Rezept aus einer 25-Jahre alten Kinderzeitschrift und hat es wieder ausgegraben, nachdem ich mit unserer käuflich erworbenen Nuss-Nugat-Creme unglücklich war.

Und ich kann euch nur sagen: wir machen diesen Brotaufstrich seither immer selbst. Durch den Mahlungsgrad der Nüsse könnt ihr selbst bestimmen, wie zart oder kernig ihr den Aufstrich mögt. Meine Variante ist etwas kerniger, das mögen wir am liebsten.

  • 200 g Haselnüsse, gemahlen oder für die kernige Variante selbst mahlen
  • 4 gestrichene EL Honig
  • 3 EL Kakao
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 5 EL Wasser

Alle Zutaten vermengen und in ein verschließbares Glas abfüllen.

Lasst es euch schmecken!

P.S.: Ich habe es übrigens auf das „Saftige Körner-Roggenbrot“ gestrichen, da ich Nuss-Nugat-Creme am liebsten mit einem kräftigen Brot esse.

Falls ihr Lust auf den passenden Kuchen habt, kann ich euch den „Nuss-Nugat-Kuchen“ ans Herzen legen.

Lockerer Bananenkuchen ohne Zucker (auch in veganer Variante)

Was mir an diesem Kuchen besonders gefällt: er ist trotz der Bananen schön locker, hat Pfiff und kommt komplett ohne zusätzlichen Zucker und ohne Eier aus. Das Rezept ist sehr schnell gemacht und es kam bei meinen Männern so gut an, dass der Kuchen nach einem Tag verputzt war.

Hier die Menge für eine Kastenform:

  • 50 mL Milch (für die vegane Variante: Hafermilch)
  • 6 Soft-Datteln
  • 1 Prise Salz
  • 4 sehr reife Bananen
  • 50 g weiches Kokosfett (kurz erwärmen, falls es zu hart ist)
  • 280 g Dinkelmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 EL Kakaopulver

Die Datteln mit der Milch pürieren, dann 3,5 Bananen und das Kokosfett mit der Prise Salz zufügen und nochmals pürieren. Das Mehl und das Backpulver mischen und die Bananenmischung unterrühren. Dann das Kakaopulver unterheben. Ich rühre es nur grob unter, weil so eine schöne Marmorierung im Kuchen entsteht. Den Teig in eine gefettete Kastenform füllen. Die restliche halbe Banane in Scheiben schneiden, mittig in den Teig drücken und mit etwas Teig verschließen. Dann für 45 min bei 170 °C backen.

Hier noch ein Tipp, falls ihr kleine Kinder habt: die nachträglich zugefügten Bananenscheiben sehen toll aus und geben ein tolles Geschmackserlebnis, ABER sie sind auch eine wunderbare Einladung, um darin herumzumatschen. Wenn ihr das vermeiden wollt, püriert einfach die kompletten 4 Bananen. So habt ihr einen einheitlichen Kuchenteig und deutlich weniger Sauerei beim Essen. Die Kleinen lieben den Kuchen auch so ;-).

Lasst es euch schmecken!

Flotte Quark-Osterhasen

Da es heute so herrlich frühlingshaft ist und sich langsam Oster-Stimmung breit macht, möchte ich dieses flotte Osterhasen-Rezept mit euch teilen.

Hier die Menge für ca. 8 Osterhasen bzw. ein Backblech voller Hasen:

  • 75 g Quark
  • 40 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 3 EL Pflanzenöl
  • 1 TL Backpulver
  • 150 g Dinkelmehl

Den Quark mit Zucker, Salz, Ei und Öl glattrühren und Backpulver und Mehl unterrühren. Den Teig 15-30 min im Kühlschrank kaltstellen. Dann auf einer bemehlten Unterlage ausrollen (ca. 1 cm dick) und die Osterhasen entweder ausstechen oder im Freistil mit einem Messer ausschneiden.

Für 15 min bei 180 °C backen. Direkt nach dem Backen die Hasen mit geschmolzener Butter bestreichen und mit einer Zimt-Zucker-Mischung bestreuen.

Lasst es euch schmecken!

Brot ohne Hefe und ohne Sauerteig – „Corona-Brot“

Seit einigen Wochen ist bei uns einfach keine Hefe zu bekommen. Ich weiche deshalb auf reine Sauerteig-Brote aus, aber ich weiß, dass sich einige da nicht ran trauen (doch, tut es – es eröffnet euch eine wunderbare Brotvielfalt).

Meine Freundin hat sich von mir deshalb ein Brot ohne Sauerteig, ohne viel Schnickschnack und mit so wenig Zutaten wie möglich gewünscht. Ich habe es „Corona-Brot“ getauft, weil bestimmt jeder die nötigen Zutaten zuhause hat.

Es ist ganz bewusst ein kleines Brot, das frisch gebacken innen luftig ist und außen eine schöne Kruste hat. Es wird aber schnell trocken, deshalb lieber schnell aufessen und häufiger backen. Der Teig ist in 5 min zusammen gerührt.

  • 250 g Dinkelmehl oder Dinkelvollkornmehl
  • 1 gestrichenen TL Salz
  • 1 TL Natron
  • 250 mL Milch

Die trockenen Zutaten mischen und mit der Milch zu einem glatten Teig verrühren. Dann in eine gebutterte Kastenform füllen und 15 min bei 220 °C und 30 min bei 190 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

Und hier noch eine Variante mit Körnern:

  • 250 g Dinkelmehl oder Dinkelvollkornmehl
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 1 TL Naton
  • 40 g Sonnenblumenkerne und/oder Leinsamenkerne
  • 200 mL Milch

Die Kerne mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen (mindestens so lange, bis sie abgekühlt sind, länger geht immer).

Die trockenen Zutaten mischen, die abgetropften Kerne dazu und mit 200 mL Milch zu einem glatten, klebrigen Teig kneten. Den Teig auf einer bemehlten Unterlage rund wirken und auf ein Backpapier setzen. Im Backofen erst für 15 min bei 220 °C backen, dann auf 190 °C reduzieren und in weiteren 30 min fertig backen.

Lasst es euch schmecken!

Löwenzahn-Salat (oder: ein echter Salat „to-go“)

Speziell für diesen Frühling:

Wer in diesen Zeiten einen frischen Salat möchte, aber so wenig wie möglich zum Einkaufen gehen will oder wer ohnehin mehr in der Natur spaziert, da das noch erlaubt ist, der kann die Zeit zum Sammeln von Löwenzahn nutzen.

Löwenzahn-Salat sollte man unbedint einmal probieren! Er hat zwar leichte Bitterstoffe, aber mit einem fruchtigen, kräftigen Dressing schmeckt er klasse und gesund ist er noch dazu. Er enthält viele Vitamine und Spurenelemente und wirkt entgiftend – also genau das Richtige für unser Immunsystem.

Ein paar Hinweise zum Löwenzahn-Sammeln möchte ich euch noch mit auf den Weg geben:

  • kleine Blättchen sind zarter und schmecken weniger bitter (sobald sie Knospen ausbilden, legen die Blätter nochmal an Bitterstoffen zu)
  • achtet darauf, keinen Löwenzahn von typischen „Hundestellen“ (Randstreifen, Straßengräben, …) zu nehmen
  • pflückt keinen Löwenzahn direkt neben bewirtschafteten Äckern, da es sonst möglicherweise eine Belastung durch Pflanzenschutzmittel gibt

Jetzt aber zum leckeren Teil des Rezeptes: dem Dressing!

Ich mag dazu am liebsten eine klassische Vinaigrette:

  • 1 TL Senf
  • 1 TL Honig (oder für Experimentierfreudige: Sirup, Marmelade oder Gelee)
  • 2 EL Essig (z.B. Apfelessig, Kräuteressig, Aceto Balsamico oder Zitronensaft)
  • 3 EL Öl (z.B. Rapsöl oder Olivenöl)
  • Salz, Pfeffer (wer es noch kräftiger will, kann etwas Gemüsebrühe-Pulver nehmen)

Den Senf mit dem Honig glattrühren und den Essig unterrühren. Dann das Öl kräftig unterrühren. Wem die Vinaigrette zu kräftig ist, der gibt noch einen Schuss Wasser dazu.

Ihr seht schon: bei der Vinaigrette kann man sich bezüglich der Zutaten richtig austoben. Hier findet sicher jeder für sich die passende Kombination.

Viel Spaß beim Probieren und lasst es euch schmecken!