Spruch der Woche: das reiche Christkind

Kind (5) hat eine Bildercollage mit Weihnachtswünschen erstellt. Mit vielen Weihnachtswünschen!

Ich: „Oh, das alles ist aber zu teuer.“

Kind: „Warum? Das bringt doch eh das Christkind!“

Schneller saftiger Apfel-Karotte-Nuss-Schokoladen-Kuchen

Dieser Kuchen braucht keine 10 min in der Herstellung und ist durch seine Apfel-Karotte-Nuss-Schokoladen-Kombination super saftig und bei uns sehr beliebt. Ich habe drei Anläufe gebraucht, bis ich den Kuchen hier einstellen konnte, da er schneller gegessen war, als ich ihn fotografieren konnte.

Die Menge reicht für einen flachen Kuchen im Rohrbodeneinsatz der Springform (28 cm, mein Favorit) oder für eine Gugelhupfform.

  • 3 Karotten, gerieben
  • 1 Apfel, gerieben
  • 3 Eier
  • 150 g weiche Butter
  • 80 g Zucker
  • 100 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 100 g gehackte Vollmilch-Schokolade
  • 200 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver

Ich mache den Kuchen der Einfachkeit halber komplett in der Küchenmaschine: erst reibe ich Karotte und Apfel, dann rühre ich alle restlichen Zutaten darunter.

Für 35-45 min bei 160 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

„Einfacher-geht’s-nicht-“ Roggenbrot mit Sauerteig

Ich mag es einfach und lecker und so habe ich mein Roggenbrot immer weiter vereinfacht und optimiert und vereinfacht und optimiert und … heraus kam dieses sehr einfache, sehr leckere und saftige Roggenbrot. Es braucht wenig Zutaten, kommt ohne Hefe und ohne Schnickschnack aus und ist ein Brotzeit-Allrounder (schmeckt mit süßem und mit deftigem Belag). Es hält sich problemlos mehrere Tage.

Mein Rezept ist für eine große Kastenform (30 cm):

  • Für den Vorteig:
  • 350 g Roggenvollkornmehl
  • 3-4 EL Roggensauerteig
  • 400 mL Wasser
  • Für den Hauptteig:
  • 18 g Salz
  • 1-2 TL Gewürz nach Geschmack (Brotgewürz, Kümmel, etc.)
  • 450 g normales Roggenmehl
  • 400 mL Wasser

Für den Vorteig den Sauerteig im Wasser lösen und das Roggenvollkornmehl unterrühren. Den Teig abgedeckt bei Raumtemperatur über Nacht gehen lassen. Hinweise zum unkomplizierten Umgang mit Sauerteig findet ihr hier.

Am nächsten Tag etwas vom Vorteig wegnehmen (ca. 3-4 gehäufte EL, das ist euer Sauerteig-Ansatz für das nächste Mal). Nun die restlichen Zutaten unterkneten. Das mache ich einfach mit der Küchenmaschine.

Den Teig anschließend in eine gebutterte Kastenform 4-5 Std. geben und abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen. Mein Tipp: stellt die Form ohne Abdeckung in den ausgeschalteten Ofen. Dort trocknet sie nicht aus, der aufgehende Teig kann nicht an einer Abdeckung festkleben und ihr könnt den Fortschritt des Aufgehens trotzdem beobachten. Nur zum Vorheizen des Ofens kurz herausnehmen bis die gewünschte Temperatur erreicht ist, sonst wird die Kruste nicht so schön knackig.

Den Backofen vorheizen, dann 15 min bei 220 °C und weitere 45 min bei 190 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

Variante: gebt etwas Sonnenblumenkerne in die gebutterte Form und verteilt den Brotteig darauf – das gibt später eine knackige Brotunterseite!

Roggenbrot mit Buchweizen

Backen mit Buchweizen gibt dem Brot eine interessante, nussige Note und in Kombination mit Roggen erhaltet ihr ein saftiges, abwechslungsreiches Brot. Ich nehme für das Rezept übrigens gerösteten Buchweizen, den ich zerkleinere (das ergibt zusätzlichen Biss) – normales Buchweizenmehl geht aber auch.

Mein Rezept ist für eine große Kastenform:

  • Für den Vorteig:
  • 350 g Roggenvollkornmehl
  • 3-4 EL Roggensauerteig
  • 400 mL Wasser
  • Für den Hauptteig:
  • 100 g gemahlener gerösteter Buchweizen oder Buchweizenmehl
  • 18 g Salz
  • 1-2 TL Gewürz nach Geschmack (Brotgewürz, Kümmel, etc.)
  • 350 g Roggenmehl
  • 400 mL Wasser

Für den Vorteig den Sauerteig im Wasser lösen und das Roggenvollkornmehl unterrühren. Den Teig abgedeckt bei Raumtemperatur über Nacht gehen lassen. Hinweise zum unkomplizierten Umgang mit Sauerteig findet ihr hier.

Am nächsten Tag etwas vom Vorteig wegnehmen (ca. 3-4 gehäufte EL, das ist euer Sauerteig-Ansatz für das nächste Mal). Den Buchweizen bis zur gewünschten Feinheit mahlen. Ich habe ihn für dieses Brot etwas gröber gelassen, das ergibt eine zusätzliche kernige Note. Nun die restlichen Zutaten unterkneten. Das mache ich meist mit der Küchenmaschine.

Den Teig anschließend in eine gebutterte Kastenform (Brotbackform, 30 cm lang) füllen und 3-4 Std. abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen. Bei dem Brot auf dem Bild habe ich den Teig in der Schüssel gehen lassen, dann in die Form gegeben und anschließend sofort gebacken. Geschmacklich macht das keinen Unterschied, aber das Brot bleibt flacher.

Den Backofen vorheizen, dann 15 min bei 220 °C und weitere 45 min bei 190 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

Kleine Apfelkuchen ohne Ei

Ich habe dieses Rezept lieben gelernt. Der Teig ist so schnell gemacht, die Küchlein brauchen nicht lange im Ofen und schon zieht ein leckerer Duft durchs Haus. Man kann die kleinen Apfelkuchen schon warm genießen. Ihre Haltbarkeit konnte ich bisher nicht testen, da sie bei uns zu schnell weg waren.

Hier das Rezept für 6-8 kleine Kuchen:

  • 250 g Magerquark
  • 100 g Rapsöl
  • 50 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 300 g Mehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 1 Prise Zimt
  • 4 Äpfel, in kleine Stücke geschnitten

Den Magerquark mit Öl und den Zuckern verrühren. Das Mehl, Backpulver und den Zimt unterkneten. Die Äpfel unterheben und den Teig in 6-8 Portionen zu Küchlein formen.

25 min bei 180 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

Hobbybrauer-Brot (Roggenbrot mit Treber)

Wer kerniges Brot liebt, sollte Treber unbedingt kennen. Treber ist Malzschrot, der beim Brauprozess übrig bleibt. Er enthält viele Ballaststoffe und ist eiweißreich, bringt Biss in das Brot und macht es schön saftig. Man bekommt Treber entweder bei Brauereien oder man wird selbst Hobbybrauer und nutzt die eigenen Reste. Treber hält sich gekühlt nur ein paar Tage, lässt sich aber sehr gut portionsweise einfrieren.

Dieses Brot ist ein reines Roggenbrot, das durch den Treber richtig saftig ist. Mein Rezept ist für eine große Kastenform:

  • Für den Vorteig:
  • 360 g Roggenvollkornmehl
  • 3-4 EL Roggensauerteig
  • 400 mL Wasser
  • Für den Hauptteig:
  • eine Handvoll Treber
  • 18 g Salz
  • 1-2 TL Gewürz nach Geschmack (Brotgewürz, Kümmel, etc.)
  • 400 g Roggenmehl
  • 400 mL Wasser (ungefähr, je nach Wassergehalt des Trebers)

Für den Vorteig den Sauerteig im Wasser lösen und das Roggenvollkornmehl unterrühren. Den Teig abgedeckt bei Raumtemperatur über Nacht gehen lassen. Hinweise zum unkomplizierten Umgang mit Sauerteig findet ihr hier.

Am nächsten Tag etwas vom Vorteig wegnehmen (ca. 3-4 gehäufte EL, das ist euer Sauerteig-Ansatz für das nächste Mal). Nun die restlichen Zutaten unterkneten. Das mache ich meist mit der Küchenmaschine. Der Treber enthält unterschiedlich viel Wasser, deshalb variiert einfach die Wassermenge, bis der Teig die gewünschte Konsistenz hat (mein Teig ist weich und klebrig).

Den Teig anschließend in eine gebutterte Kastenform füllen und 3-4 Std. abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen.

Den Backofen vorheizen, dann 15 min bei 220 °C und weitere 45 min bei 190 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

Omas herbstlicher Apfelkuchen

Diesen Apfelkuchen hat meine Oma zur Apfelzeit „mal schnell nebenher“ gebacken. Er ist saftig und schmeckt herrlich herbstlich.

Das Rezept ist für eine Springform à 28 cm.

  • 200 g weiche Butter oder Margarine
  • 100 g Zucker
  • 2 Eier
  • 2 EL Apfelmus
  • 100 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 200 g Dinkelmehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 TL Zimt
  • 3 EL Kakaopulver
  • 3 EL Rum
  • 4-5 Äpfel, in kleine Schnitze geschnitten

Butter, Zucker und Eier schaumig rühren, dann die restlichen Zutaten unterrühren. Die Apfelschnitze unterheben und alles in eine gefettete Springform füllen.

Für 60 min bei 160 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

Zwetschgenkuchen mit Zimtstreuseln

Zwetschgenkuchen im Spätsommer ist etwas Wunderbares! Und wenn er so flott gemacht ist, wie dieses Exemplar, noch dazu nicht durchweicht und die Streusel super mit den Zwetschgen harmonieren – dann ist es der neue Lieblingskuchen für diese Jahreszeit.

Mein Zwetschgenkuchen ist wie immer mit wenig Zucker – für die Süßen unter euch (und falls die Zwetschgen noch seeehr sauer sind) empfehle ich die doppelte Menge an Zucker im Teig und in den Streuseln.

Das Rezept ist für eine Springform à 28 cm.

  • Für den Teig und den Belag:
  • 120 g weiche Butter
  • 30 g Zucker
  • 1 Ei
  • 150 g Mehl
  • 1 Pckch. Sahne-Puddingpulver
  • 1 TL Backpulver
  • 1 gehäufter TL Rum 😉
  • ca. 600 g Zwetschgen, entsteint
  • Für die Streusel:
  • 75 g weiche Butter
  • 30 g Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • 100 g Mehl
  • 1 TL Zimt

Für den Teig die Butter mit dem Zucker schaumig rühren, das Ei unterrühren und die restlichen Zutaten zufügen. Den Teig in einer mit Backpapier ausgelegten Springform verteilen (das geht am besten mit feuchten Händen, er klebt ziemlich).

Mit dem Zwetschgen belege. Aus den restlichen Zutaten Streusel herstellen, auf den Kuchen streuen und bei 160 °C 35-45 min backen.

Lasst es euch schmecken!

Apfelkuchen mit Mandelguss

Endlich wieder Apfelkuchen-Zeit! Mein Lieblingsrezept möchte ich hier mit euch teilen. Es ist sehr einfach und lecker, nicht zu süß und vereint fruchtige Äpfel mit knackigen Mandeln.

Das Rezept ist für eine Springform à 28 cm:

Für Teig und Belag:

  • 100 g Butter
  • 35 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 200 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 5 große Äpfel

Für den Guss:

  • 100 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 6 EL Sahne oder Milch
  • 3 EL Mehl
  • 100 g Mandelblättchen

Für den Teig die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig schlagen. Das Ei unterrühren und anschließend Mehl und Backpulver zufügen. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen. Mit den kleingeschnittenen Äpfeln belegen.

Für den Guss die Butter zerlassen und Zucker, Sahne, Mehl und Mandelblättchen unterrühren und auf dem Kuchen verteilen.

Bei 160 °C 45 min backen.

Lasst es euch schmecken!

Unkomplizierter Umgang mit Sauerteig

Früher habe ich mich ehrlich gesagt vor Sauerteig gescheut. Alles was ich las kam mir kompliziert vor und ich dachte, Sauerteig wäre ein sensibles Geschöpf. Mit wachsender Brotback-Begeisterung habe ich öfter mit Sauerteig experimentiert (und habe den ein oder anderen Rückschlag erlitten), aber mit der Zeit wurde mir der Sauerteig immer sympathischer.

Hier möchte ich euch meine ganz unkomplizierte Herangehensweise an den Sauerteig zeigen. Und ich möchte euch die Tipps mitgeben, die mir wirklich etwas gebracht haben. Ich verzichte in dieser Beschreibung ganz bewusst auf wissenschaftlichen Hintergründe, Detailrezepte oder „so und nicht anders gelingt es immer“.

Für mich hat sich zuerst die Frage gestellt: wie komme ich an einen guten Sauerteig?

Für einen Sauerteig braucht ihr einen vorhandenen Sauerteig, auch Anstellgut oder Sauerteig-Starter genannt. Ich habe vieles ausprobiert. Und mein Tipp für euch ist: lasst euch entweder etwas von einem befreundeten Hobby-Bäcker geben, fragt bei einer örtlichen Bäckerei nach oder schaut auf der Sauerteig-Börse, ob es in eurer Nähe jemanden gibt, der Sauerteig mit euch teilt. Ich habe gekauften Sauerteig ausprobiert. Der flüssige Sauerteig hinterlässt einen sauren Geschmack im Brot und lässt sich nicht weiter führen, bei trockenem Sauerteig hat das Nachfolgebrot ebenfalls stark an Triebkraft eingebüßt.

Ich habe auch diverse Rezepte für Sauerteig-Ansätze ausprobiert. Ein Teil hat funktioniert, ein Teil nicht – aber die Qualität ist meilenweit von einem bestehenden und lang weitergeführten Sauerteig entfernt. Deshalb die o.g. Tipps ;-).

Ich habe Sauerteig – und nun?

Brotbacken läuft immer nach dem gleichen Schema: Sauerteig mit Vollkornmehl und Wasser verkneten (Menge je nach Rezept), über Nacht abgedeckt stehen lassen. Dann etwas vom Teig wegnehmen –> das ist euer Anstellgut (= Starter) für das nächste Mal. Dann die restlichen Zutaten nach Rezept zugeben und das Brot backen.

Meine Lieblingskonsistenz ist ein zäher Teig, der dann über Nacht herrlich fluffig wird:

Ich habe gemerkt, dass es wichtig ist, das Salz erst beim Weiterbacken (also nachdem der Sauerteig gereift ist und ihr euch Anstellgut weggenommen habt) zuzugeben. Denn der Sauerteig wird durch das Salz in seiner Triebkraft stark gehemmt.

Welche Konsistenz sollte mein Sauerteig-Anstellgut haben?

Da gibt es keine Vorgabe. Ich habe schon viele Konsistenzen von ziemlich zäh bis flüssig ausprobiert und es hat (erfreulicherweise) alles funktioniert. Ich mache einen Vorteig, lass diesen reifen und nehme das Anstellgut davon weg. Die Konsistenz ist dann fluffig und weich. Ich habe aber auch ein Rezept, da ist die Konsistenz wie zähflüssiger Honig. Und meine Schwiegermama nimmt immer die Reste aus der Teigschüssel, gibt Mehl dazu und „ribbelt“ die Schüssel sauber. Dann entstehen trockene Brösel, die sie als neues Anstellgut aufbewahrt.

Wie bewahre ich den Sauerteig auf?

Sauerteig lässt sich abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren (nicht fest verschließen) oder einfrieren. Mein Sauerteig hält gut 1 1/2 bis 2 Wochen im Kühlschrank. So lange er gut riecht (nur etwas säuerlich, aber nicht verdorben) und keinen Schimmel auf der Oberfläche hat, ist er einsatzbereit. Ihr könnt den Sauerteig auch einfrieren, dafür sollte der Sauerteig aber kaum noch Wasser enthalten. Also den Teig mit soviel Mehl „verribbeln“, bis es trockene Brösel sind. Diese könnt ihr einfrieren. Einfach bei Raumtemperatur auftauen lassen, wenn er gebraucht wird. Etwas Wasser dazu und gelegentlich umrühren, bis es sich gelöst hat.

Zu guter Letzt: sicher ist sicher

Ich habe immer etwas von meinem Sauerteig eingefroren. Immer. Auch wenn ich häufig backe und meinen Sauerteig dafür im Kühlschrank aufhebe. Den „Notnagel“ Sauerteig habe ich zusätzlich eingefroren. Der Grund: meine eigene Vergesslichkeit. Denn mir ist es schon passiert, dass ich im Back-Eifer mit meinem angesetzten und gereiften Teig weitergebacken habe und es mir zu spät eingefallen ist, davon etwas wegzunehmen. Und es ist sehr ärgerlich, wenn der langjährig gepflegte Sauerteig dahin ist. Deshalb kann ich euch diesen Tipp wärmstens ans Herz legen.

Und nun möchte ich euch viel Freude mit euren Sauerteig-Broten wünschen. Lasst euch gerne hier auf meinem Blog inspirieren.

Lasst es euch schmecken!