Das Kind (4) hat Angst, ins dunkle Bad zu gehen. „Warum traust du dich nicht ins Bad?“ – „Da ist ein Vampir drin.“ – „Dann frag ihn, ob er was essen möchte.“ – „Aber Mama, der ist doch böse.“ – „Wenn ich Hunger habe, bin ich auch böse.“
Anmerkung: Der Vampir wollte Pfannkuchen mit Apfelbrei.
Treber? – Ja, das ist gekochter Malzschrot, der nach dem Brauprozess übrig bleibt. Er enthält noch keinen Alkohol und wird von den Brauereien häufig als Futterzusatz für Tiere weitergegeben. Wieso also damit backen? – Ganz einfach: Treber enthält viele Ballaststoffe und ist eiweißreich, bringt Biss in das Brot und macht es schön saftig.
Treber könnt ihr in lokalen Brauereien bekommen. Er hält sich bei Raumtemperatur nur wenige Tage, kann aber sehr gut portionsweise eingefroren werden. Oder ihr beginnt selbst mit dem Brauen ;-).
Man kann das Brot natürlich auch ohne Treber machen und beispielsweise Sonnenblumenkerne oder andere Kerne beifügen. Dann solltet ihr 100 mL mehr Wasser nehmen, da der Teig sonst zu trocken ist.
1/2 TL Trockenhefe
500 mL Wasser
18 g Salz
1 große Handvoll Treber
300 g Dinkelvollkornmehl
450 g Dinkelmehl
30 g Trockensauerteig
200 g Roggenvollkornmehl
Die Hefe mit dem Wasser in eine große Schüssel geben, verrühren und das Salz zugeben. Dann Mehl, Treber und Trockensauerteil zugeben.
Ich verknete alles für 10 min bei mittlerer Stufe mit der Küchenmaschine. Anschließend die Schüssel in eine Plastiktüte schlagen und luftdicht verschlossen über Nacht bei Raumtemperatur gehen lassen.
Der Teig ist dann deutlich aufgegangen und weicher geworden.
Den Backofen auf 220 °C vorheizen und eine feuerfeste Schale mit Wasser mit reinstellen, falls euer Ofen keine Dampffunktion hat.
Den Teig in eine gebutterte Brotbackform füllen, ich bin mit dieser Kastenform* recht zufrieden. Nun das Brot noch in der Mitte einritzen, damit es dort aufgeht, wo ihr es wollt – und ab in den Ofen.
15 min bei 220 °C und 45 min bei 190 °C backen.
Lasst es euch schmecken!
Meine allgemeinen Tipps zum Brot backen findet ihr hier.
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Der Hauptbestandteil des Kuchens sind die Äpfel – das macht ihn so schön saftig. Dass er herrlich einfach in der Zubereitung ist, versteht sich von selbst. Hier die Menge für eine Springform:
5 Äpfel
nach Belieben ein Schuss Zitronensaft
2 Eier
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
75 g Butter, flüssig
1/2 Päckchen Backpulver
100 g Dinkelmehl
100 mL Milch
Die Äpfel schälen und in ganz dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Ggf. mit Zitronensaft beträufeln.
Die Eier mit Zucker und Vanillezucker schäumig schlagen und die restlichen Zutaten kurz unterrühren.
Die Apfelscheiben unter den Teig heben – nicht über das Verhältnis von Teig zu Äpfeln wundern – es sind viele Äpfel im Vergleich zum Teig, aber das macht den Kuchen so besonders. Die Mischung in eine gefettete Springform füllen.
Im vorgeheizten Backofen für 45 min bei 170 °C backen. Die Tarte bleibt ziemlich flach.
Meine Kinder sind wahre Joghurt-Vernichter. Zum Glück können Sie sich nicht nur an gekauften Zuckerbomben, sondern auch an normalem Naturjoghurt erfreuen. Zumindest wenn ich ihn mit Marmelade, Honig oder Früchten aufpeppe ;-).
Ich möchte euch die einfachste Art vorstellen, um Naturjoghurt selbst herzustellen. Ohne viel Tammtamm.
Alles, was ihr braucht, sind leere Marmeladen- oder kleine Einmachgläser, einen Schneebesen, eine Rührschüssel, Joghurt, Milch und einen Ofen:
150 g Joghurt
1 L Milch
Den Joghurt verrührt ihr mit der Milch und fühlt dies in die Gläser. Ich lasse immer etwas Platz im Glas, da ich in den fertigen Joghurt oft Marmelade/Früchte/Nüsse/etc. einrühre und das dann deutlich einfacher geht. Dann stellt ihr die Gläser bei 40 °C für 10-12 Stunden in den Ofen. Fertig 🙂
Ich habe das Rezept mit zwei verschiedenen Fettgehalten ausprobiert. Mit einem 3,5%-Joghurt und einer 1,5%-Milch ist die Konsistenz etwas weicher als bei gekauftem cremigem Joghurt. Mir persönlich war er so etwas zu flüssig.
Mit einem 3,5%-Joghurt und einer 3,5%-Milch gefällt mir die Konsistenz besser. Er ist relativ stichfest und wenn er gerührt wird, wird er schön cremig.
Ihr könnt den selbstgemachten Joghurt für den nächsten Ansatz wiederverwenden. Das kann einige Male wiederholt werden, irgendwann wird das Ergebnis aber zu flüssig. Dann einfach wieder mit einem gekauften Joghurt neu beginnen.
Ich verspreche euch, dieses Brot wird euch Spaß machen. Denn es ist sehr einfach in der Herstellung, geht superschnell und schmeckt toll.
Im Herbst gebe ich gerne Walnüsse rein, aber das Brot schmeckt auch ohne oder mit anderen Körner klasse.
400 g Dinkelmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
2 gestr. TL Salz (8 g)
1 Päckchen Trockenhefe
3 EL ÖL (es sollte erhitzbares sein, damit es nach dem Backen nicht ranzig schmeckt – ich habe Brat-Distelöl verwendet)
300 mL lauwarmes Wasser
70 g grob gehackte Walnüsse
Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Ich benutze dafür die Küchenmaschine und lasse sie auf mittlerer Stufe 10 min kneten.
Anschließend die gesamte Schüssel in einer Plastiktüte luftdicht einschlagen und über Nacht bei Raumtemperatur gehen lassen.
Nochmals kurz durchkneten und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Ich habe eine Brotbackplatte verwendet, damit behält das Brot die Form etwas besser – das ist aber kein Muss.
In den Backofen eine feuerfeste Schale mit Wasser stellen und ihn auf 220 °C vorheizen. 15 min backen, dann die Temperatur auf 190 °C reduzieren und 25 min weiterbacken.
Der alte massive Spiegel aus dunklem Eichenholz hat mich schon seit meiner Kindheit begleitet und sollte nun auf dem Sperrmüll landen. Ich habe ihn davor bewahrt und zuerst mit Kreidefarbe* aufgepeppt.
Da ich unbedingt eine Leiste zum Befestigen von Fotos wollte, habe ich mich nach der einfachsten und günstigsten Lösung umgesehen und bin im Baumarkt auf Lochband* gestoßen. Das habe ich auf die richtige Länge zugeschnitten, festgeschraubt und fertig war die umlaufende Magnetleiste.
Als ich auf ein altes Bierfass gestoßen bin, hatte ich sofort die Idee, eine Obstschale daraus zu fertigen.
Das Fass war innen gepicht (= mit Pech ausgekleidet, um es abzudichten). Ich habe erst versucht, das Pech komplett wegzubekommen, bin aber kläglich gescheitert. Pech ist wirklich zäh. Deshalb habe ich die gröbsten Reste mit einer Spachtel entfernt und das restliche Pech mit einem Heißluftfön* geschmolzen. Das Ergebnis war eine einmalige glänzende Oberfläche, mit der ich auch happy bin.
Für die Verbindung der einzelnen Fassdauben habe ich Nägel an beiden Seiten angespitzt, vorgebohrt und die Dauben dann zusammengeklopft.
Es war mein erstes Kreativ-Projekt, das ich mit einem Fass gemacht habe und mich hat seither die Begeisterung gepackt.
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