Für unseren langen Flur wollte ich unbedingt eine Lösung, bei der die
Kinder mitgestalten können, ohne dass die Wände zu sehr in Mitleidenschaft
gezogen werden. So entstand die Idee zur Galerie:
Zwei Holzlatten in der Wunschfarbe lackiert, an der Wand fixiert und an der unteren Leiste in regelmäßigen Abständen kleine Klemmen angeschraubt. Die Galerie war ruckzuck voll und sieht jede Woche ein bisschen anders aus.
Da der Platz an einer Leiste nach Ansicht meines Sohnes nicht gereicht hat, musst auch die obere Leiste für seine Kunst herhalten (ich hatte sie zuvor für Fotos angedacht). Ich hatte dort vorher schon eine Schnur an Nägeln befestigt und die Fotos mit Wäscheklammern fixiert, das hat sich auch als gute Lösung erwiesen.
Mein persönliches Highlight ist dieses Schlüsselbrett aus der Fassdaube eines Rotwein-Fasses. Ich habe das Holz gesäubert, abgeschliffen und anschließend die Haken für die Schlüssel angebracht. Der Abstand der Haken ist perfekt für unsere Schlüssel und die Ablage ist genau breit genug für Handys, Geldbeutel, etc.. Zur Befestigung habe ich einfach zwei Bohrungen durch das Holz gemacht und es mit Zimmermannsschrauben befestigt.
Schlüsselbrett aus einer Rotweinfassdaube
Ich bin mittlerweile in die Produktion dieser Schlüsselbretter gegangen. Es gibt sie in verschiedenen Breiten.
Ich freue mich darauf, dass bald wieder „Bauer sucht Frau“ kommt. Kind1 (3 Jahre alt): „Was machen die da?“ – „Das sind Bauern, die suchen eine Frau.“ – „Warum hat die sich versteckt?“
„Irgendwas geht allerweil“ – mit diesem Satz hat mich mein Papa geprägt. Er passt einfach auf die verschiedensten Situationen: ist das Umfeld gerade nicht so schön, dann machen wir das Beste daraus; ist gerade eine finanzielle Flaute, dann suchen wir uns neue Einnahmequellen; ist gerade beruflicher Stillstand, dann schauen wir anderweitig nach neuen Weiterentwicklungsmöglichkeiten; schlägt uns der Alltagstrott auf’s Gemüt, dann schaffen wir Abwechslung. Hinfallen ist erlaubt, aber Aufstehen ist wichtig! Denn: Irgendwas geht allerweil.
Ich habe schon vor vielen Jahren mit dem Brot backen begonnen. Ursprünglich aus der Not heraus, da ich eine Weizenunverträglichkeit entwickelt hatte, ist daraus mittlerweile ein Hobby geworden, bei dem ich gerne experimentiere.
Ich gestehe, ich liebe Experimente ;-). Im Labor hält man sie in sogenannten „Labor-Journalen“ fest, für das Brotbacken habe ich das angepasst und möchte euch an meinen Schätzen aus dem „Brot-Journal“ teilhaben lassen. Als Notizbuch hat sich dabei dieses* bewährt.
Mein Brot-Journal
Grundlagen
Über die Jahre haben sich ein paar Grundlagen herauskristallisiert, die ich euch nicht vorenthalten möchte:
Den Ofen vorheizen und erst mit einer etwas höheren Temperatur starten und nach 15 min reduzieren. Je nach Ofen startet ihr mit 210 oder 220 °C und reduziert dann auf 200 bzw. 190 °C.
Stellt gleich zu Beginn eine feuerfeste Schale mit Wasser in den Ofen. Durch die Feuchtigkeit bekommt ihr eine tolle Kruste
Wenn ihr ein Sauerteigbrot machen möchtet und habt keinen selbstangesetzten Sauerteig, dann nehmt lieber Trockensauerteig als flüssigen. Mir hat der resultierende Geschmack deutlich mehr zugesagt.
Gebt dem Brot Zeit. Ich habe zigmal in meinem Brot-Journal den Kommentar „länger gehen lassen“ stehen -weil ich zu ungeduldig war. Am besten über Nacht. Dafür schlage ich die ganze Teigschüssel in einen Plastikbeutel (ich nehme einen frischen Müllbeutel und verwende ihn anschließend im Mülleimer – nur nichts verkommen lassen 😉 ) ein, so trocknet der Teig nicht aus. Wählt eine ordentlich große Schüssel, damit der Teig Platz zum Ausbreiten hat.
Wenn ich das Brot in eine Form geben, dann fette ich diese mit Butter. Ich habe Margarine und Rapsöl probiert, aber die hinterlassen durch die hohe Erhitzung einen unangenehmen Beigeschmack.
Schneidet das Brot an der Sollbruchstelle (dort, wo es später aufklaffen soll) mit einem scharfen, nassen Messer leicht ein – sonst reißt der Teig dort, wo er möchte.
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Auf der Suche nach einer schlanken Uhr für meine Küche kam mir die Idee, aus einem ausrangierten Rotwein-Fass selbst diese Uhr zu bauen. Ich wollte unbedingt den Charakter der Fassdaube erhalten, so dass man noch die Abdrücke der Fassringe sieht. Deshalb habe ich die Daube nur vorsichtig nass abgebürstet und mit feinem Schleifpapier leicht abgeschliffen. Ich habe ein einfaches Uhrwerk* in meinem Wunschdesign gekauft. Ich habe die maximal verfügbare Schaftlänge gewählt.
Die Schwierigkeit bestand nun darin, dass die Fassdaube dennoch dicker als die Schaftlänge des Uhrwerks war (ich habe kein ausreichend langes gefunden). Deshalb habe ich mit einem Forstnerbohrer im Bereich des Uhrwerks vorsichtig Holz abgetragen, so lange bis der Stift passte. Das Uhrwerk habe ich mit Klebeband fixiert (einfach, man sieht es nicht und die Batterie ist nach wie vor leicht zu wechseln).
Für Ziffern habe ich mir eine Schriftart in Word in meiner Wunschgröße ausgedruckt, auf das Holz übertragen und mit Ölfarbe nachgemalt (Achtung: wenn euer Holz zu neu oder einheitlich ist, sieht man wahrscheinlich den Ölrand stark. Bei meiner Fassdaube geht der Rand in der Schattierung des Holzes unter).
Für die Wandbefestigung habe ich die Daube mit einer Bohrung versehen und in die Wand einen Haken gebohrt. So ist die Befestigung von vorne nicht zu sehen und die Daube liegt so nah wie möglich an der Wand an.
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Dieses alte Holzbrett hatte es mir angetan. Die Bank entstand sozusagen aus der Not heraus, etwas Schönes aus diesem Brett zu gestalten. Ich muss zugeben, ich habe gefühlt wochenlang geschliffen. Denn umso feiner die Oberfläche war, umso schöner kam die Struktur raus. Damit alle Hairpin-Legs auf der gleichen Höhe waren, musste ich ein bisschen tricksen (das Brett war etwas gebogen), aber das Resultat kann sich trotzdem sehen lassen.
Ich habe die Holzbank anfangs nicht weiter behandelt, nach einem Jahr im Einsatz war sie deshalb deutlich ergraut.
So habe ich sie erneut geschliffen um die alte Schönheit wieder zu erhalten.
Die Struktur kommt bereits schön raus, aber der Glanz und die dauerhafte Wetterfestigkeit bekam ich durch das zweifache Auftragen einer Wetterschutzlasur.
Jetzt sind wir gerüstet für den Sommer und der Eingangsbereich ist deutlich aufgewertet.