Mischbrot aus Dinkel und Roggen mit Sauerteig

Dieses wunderbare Alltagsbrot ist eine Kombination aus einem alten Familienrezept und reinem Roggensauerteig (den ich auch so erhalten wollte).

Es braucht insgesamt nur einen Tag (am Vorabend ansetzen, am nächsten Tag fertigstellen) und kann dann genossen werden.

  • für den Vorteig:
  • 4 EL Roggensauerteig
  • 400 g Roggenvollkornmehl
  • lauwarmes Wasser
  • für den Hauptteig:
  • 450 g Dinkelmehl
  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • lauwarmes Wasser
  • 2 gehäufte TL Salz (15 g)

Den Sauerteig in lauwarmem Wasser lösen und mit dem Roggenvollkornmehl in der Küchenmaschine verkneten. Soviel lauwarmes Wasser zufügen, dass der Teig gerade so gut geknetet werden kann (er kann ruhig etwas schwerer sein). Den Teig über Nacht bei Raumtemperatur stehen lassen.

Am nächsten Tag 3-4 EL vom Vorteig als neuen Sauerteig-Ansatz entnehmen. Im Kühlschrank hält er sich 7-10 Tagen.

Dann die restlichen Mehle und das Salz mit so viel Wasser kneten, dass ein geschmeidiger Teig entsteht. Diesen ca. 3 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Anschließend den Teig halbieren und zwei Laibe Brot formen. Dabei so wenig wie möglich kneten, damit die Luft nicht entweicht. Die Laibe auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und auf der Oberfläche leicht einschneiden.

Den Backofen auf 220 °C vorheizen und die Brote 15 min backen, dann die Temperatur auf 190 °C reduzieren und weitere 45 min backen.

Lasst es euch schmecken!

Bierbrauer-Brot

Dieses Brot ist vor allem für Hobby-Brauer, für Freunde von Brauern und für Braumeister geeignet, da man ein paar „Spezial“-Zutaten braucht. Das Resultat ist ein kräftiges Roggenbrot, das hervorragend zum Bier und zur Brotzeit passt.

  • 500 g Roggenmehl
  • 50 g Roggensauerteig
  • 10 g Bierhefe (gewaschen; ich habe untergärige Hefe verwendet; mit obergäriger sollte es auch funktionieren)
  • 250 mL lauwarmes Lager oder Kellerbier
  • 1 EL Kümmel
  • 1 EL Koriandersamen
  • 2 gestr. TL Salz
  • 250 g Treber (Malzschrot; Rückstand nach dem Läutern)
  • ein paar Schlückchen Bier für den Teig und für den Bäcker

Als Bierhefe habe ich untergärige Hefe verwendet. Laut Literatur ist sie zwar nicht ideal zum Backen geeignet (die obergärige Hefe und die Backhefe sind verwandt), aber ich habe den Versuch gewagt und das Brot kann sich sehen lassen.

Ich habe die Hefe „gewaschen“ (hierfür mehr Hefe als im Rezept nehmen, da sie durch das Waschen weniger wird – ich habe etwa 5 EL Hefe verwendet). Ich habe die Flüssigkeit über der Hefe abdekantiert (vorsichtig langsam abgegossen, so dass nur die überstehende Flüssigkeit abläuft und kaum Hefe mit geht) und mit Wasser aufgefüllt. Über Nacht gekühlt stehen lassen, erneut abdekantieren und nochmals mit Wasser auffüllen, gekühlt über Nacht stehen lassen und abdekantieren.

Dann die benötigte Menge Hefe mit dem Sauerteig und dem Bier verrühren und mit der Hälfte des Mehls verrühren. Diesen Vorteig abdecken und über Nacht bei Raumtemperatur gehen lassen.

Am nächsten Tag die Gewürze mit dem Salz im Mörser zerkleiner und mit der zweiten Hälfte des Mehles mischen. Unter den Vorteig kneten und anschließend den Treber zufügen. Der Treber ist meist recht feucht, so dass ihr erst einmal die Konsistenz prüfen solltet, bevor ich mehr Bier zugebt. Sie sollte weich sein, aber der Teig sollte noch nicht zerlaufen. Gegebenenfalls noch ein paar Schlückchen Bier unterkneten.

Dann den Teig für 3-4 Stunden gehen lassen. In Form bringen, auf ein mit Backblech ausgelegtes Backblech stürzen und im vorgeheizten Backofen 15 min bei 220 °C und 45 min bei 190 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

Preiselbeer-Buchweizen-Muffins – ein Hauch von Südtirol

Im letzten Südtirol-Urlaub habe ich einen fantastischen Preiselbeer-Buchweizen-Kuchen gegessen. Dies hier ist die vereinfachte Variante als Muffins – schnell gemacht, wenig Zutaten und dennoch mit einem Hauch von Südtirol. Augen schließen und genießen!

  • 120 g weiche Butter
  • 90 g Zucker
  • 2 Eier
  • 150 g Buchweizenmehl
  • 1/2 Pkch. Backpulver
  • 150 g Joghurt
  • 100 g Preiselbeermarmelade

Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren und die Eier zugeben. Dann das Mehl und Backpulver zugeben und im Anschluss Joghurt und Preiselbeermarmelade unterrühren.

Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen und den Teig einfüllen.

25 min bei 180 °C backen.

Lasst es euch schmecken!


Und hier lasse ich euch noch am Fotoshooting teilhaben, bei dem ich diesmal besonders schnell sein musste:

Eigentlich sollten drei Muffins aufs Bild
Schnell Puderzucker drauf, damit immerhin zwei Muffins hüsch aussehen
Gerade noch rechtzeitig…
…bevor sie mein Testesser erwischt hat.

Schoko-Waffeln

Diese Waffeln sind mittlerweile eine Lieblings-Süßspeise von meinen Kindern und mir geworden. Sie sind nicht zu süß, trotzdem schokoladig und haben durch die geriebenen Mandeln etwas Biss.

Für 2 Personen (als Hauptgericht) braucht ihr:

  • 100 g weiche Butter
  • 40 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 125 g Dinkelmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 EL Kakao
  • 1 Prise Salz
  • 250 mL Milch
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 50 g Schokostreusel oder kleingehackte Vollmilch-Schokolade

Die Butter mit den Zuckern schaumig rühren und die Eier unterschlagen.

Dann Mehl, Backpulver, Kakao und Salz mischen und im Wechsel mit der Milch zur Eiermischung geben.

Zum Abschluss die Mandeln und die Schokolade unterheben und den Teig im Waffeleisen portionsweise backen.

Lasst es euch schmecken!

Und abschließend noch ein Tipp von mir: ich habe früher nicht gerne Waffeln gemacht, weil mir das Saubermachen des Waffeleisens zu lästig war. Das Schlimme daran ist aber nur der herausgelaufene Teig. Denn im Waffeleisen ist die Beschichtung so gut, dass dort ein feuchtes Auswischen reicht.

Deshalb habe ich jetzt meinen Anspruch an die optisch-perfekte Waffel heruntergeschraubt und gebe einfach deutlich weniger Teig in das Waffeleisen. Dadurch ist die Form zwar nicht perfekt, aber ich bin danach ruck zuck fertig. Meine Kinder stören die „individuellen“ Formen nicht und so gibt es wieder häufiger Waffeln und alle sind glücklich.

unperfekt und trotzdem lecker

Weltraum-Kekse

Diese Kekse habe ich für alle Weltraum- und Astronauten-Fans gebacken. Die Basis ist das Butterplätzchen-Rezept meiner Oma (das allerbeste, das ich kenne). Ich habe lediglich weniger Zucker verwendet, da durch die Glasur zusätzlich Zucker drauf kommt.

  • 250 g Dinkelmehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • 40 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 125 g Butter (in Stückchen)
  • Puderzucker, Zitronensaft
  • Lebensmittelfarbe

Mehl mit Backpulver, Zucker und Vanillezucker mischen und die restlichen Zutaten unterkneten. Dazu arbeite ich erst mit dem Knethaken und knete zum Schluss mit den Händen. Ich stelle den Teig im Anschluss für mind. 30 min abgedeckt in den Kühlschrank, dann lässt er sich besser verarbeiten.

Auf einer bemehlten Unterlagen dünn ausrollen und Weltraum-Kekse ausstechen bzw. mit dem Messer ausschneiden.

8-10 min bei 160-180 °C backen.

Für die helleren Verzierungen habe ich einen Puderzucker-Zitronen-Guss hergestellt (Puderzucker mit einigen Tropfen Zitronensaft glattrühren) und diesen mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Die Linien habe ich direkt mit purer Lebensmittelfarbe gezeichnet. Die sehr kräftigen Farben hat mein Kind ebenfalls direkt aus der Tube verwendet. Es war eine riesen-Sauerei, aber ein Mords-Spaß ;-).

Lasst es euch schmecken!

Würzig-saftiges Preiselbeerbrot

Diese Mischung aus Preiselbeeren und Gewürzen ist so außergewöhnlich wie lecker. Ich habe dieses Rezept in Anlehnung an ein Brot von Leila Lindholm* gebacken. Es ist eine herrliche Abwechslung und schmeckt uns am besten mit Butter, Frischkäse oder einem Brie. Für Gäste noch in Kombination mit einem fruchtigen Wein – und der Abend ist gerettet.

  • 400 mL warmes Wasser
  • 200 g Preiselbeermarmelade
  • 100 mL Olivenöl
  • 70 g Löwenzahnsirup (oder Zuckerrübensirup)
  • 2 TL Essig
  • 2 TL Salz
  • 1 gestr. TL Kreuzkümmelpulver
  • 2 TL Fenchelsamen, gemörsert
  • 70 g Rosinen, grob gehackt
  • 70 g Leinsamen (idealerweise am Vortag in Wasser geben und quellen lassen, dann ist er für den Körper besser bioverfügbar)
  • 12 g Trockenhefe
  • 120 g Dinkelvollkornmehl
  • 650 g Dinkelmehl
  • 70 g Roggenmehl

Die Zutaten vom Wasser bis zu den Leinsamen in einer Schüssel verrühren. Die Mehle mit der Trockenhefe mischen und die flüssigen Zutaten unterkneten, so dass ein leicht klebriger Teig entsteht.

Diesen abgedeckt eine Stunde gehen lassen bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Dann in eine gebutterte Brot-Kastenform* füllen und im geschlossenen Backofen für eine weitere Stunde gehen lassen (man kann die Form auch mit einem Tuch abdecken – da der Teig aber mit Sicherheit daran festkleben wird, ist mir diese Variante lieber).

Das Brot für 55 min bei 180 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

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Karottenkuchen mit Frischkäse-Topping

Dieser Karottenkuchen erinnert mich sehr an meinen Großbritannien-Aufenthalt, bei dem ich „Carrotcake“ in allen Varianten verspeist habe – am liebsten mit diesem Topping. Mein Topping ist eher cremig und nicht so fest, da ich es nicht extrem süß mache – aber so schmeckt es mir einfach am besten und als gesund kann der Kuchen so auch durch gehen.

  • 400 g Möhren
  • 250 g Dinkelmehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 100 g Zucker
  • 2 Eier
  • 2 EL Apfelmus
  • eine Prise Salz
  • 1/2 TL Zimt
  • 250 mL neutrales Öl, z.B. Rapsöl
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 100 g gehackte oder gehobelte Mandeln
  • 300 g Doppelrahmfrischkäse
  • 4 EL Milch
  • 70 g Puderzucker

Die Karotten fein reiben und mit Mehl, Backpulver, Vanillezucker, Zucker, Salz und Zimt verrühren. Dann das Öl, die Eier und das Apfelmus nach und nach unterrühren. Zum Schluss die Mandeln unterheben.

Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und die Form buttern. Den Teig einfüllen und 50 min bei 160 -180 °C backen. Falls euch der Kuchen zu dunkel wird, bitte mit Alufolie abdecken.

Für das Topping den Frischkäse mit der Milch glattrühren und den Puderzucker untermischen. Das Topping auf den erkalteten Kuchen streichen (das mache ich, wenn er noch in der Form ist) und ca. 1 Std. kaltstellen.

Lasst es euch schmecken!

Mädchen-Brot

rosa Toastbrot für Mädchen und für alle, die einen echten Hingucker backen möchten.

Dieses einfache Toastbrotrezept habe ich hier entdeckt und mit einem Anteil Rote-Beete-Saft ganz natürlich eingefärbt.

Ich habe mich bereits beim Teig-Herstellen sehr über die quietsche-rosa Farbe gefreut. Nach dem Backen ist das Innere der Brotes etwas blasser, aber die Kruste immernoch recht kräftig rosa.

Das Brot ist insgesamt sehr flott gemacht und wurde, nach kurzer Skepsis, auch von meinen Männern verspeist.

  • 125 mL Milch
  • 150 mL Rote-Beete-Saft
  • 500 g Dinkelmehl
  • 2 gestr. TL Zucker
  • 2 gestr. TL Salz
  • 1/2 Würfel Hefe

Milch, Rote-Beete-Saft und Butter erwärmen und unter Rühren die Butter schmelzen. Etwas abkühlen lassen.

Mehl mit Zucker und Salz mischen und die Hefe darüber bröckeln. Dann die lauwarme Milch/Rote-Beete/Butter-Mischung dazu und mit dem Knethaken zu einem geschmeidigen Teig rühren. Diesen abgedeckt 30 min gehen lassen.

Den Teig in eine gefettete Kastenform (ca. 25 cm Länge) geben und abgedeckt ca. 1 Std. gehen lassen (ich habe es unabgedeckt in den geschlossenen, ausgeschalteten Backofen gestellt, das geht auch).

Im vorgeheizten und mit einer Wasserschale bestückten Backofen 30 min bei 180 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

Flecken-Kuchen

Dieser Kuchen schmeckt wie die Kombination vieler leckerer Teilchen vom Bäcker: etwas mit Quark, etwas mit Mohn, etwas Fruchtiges. Und das alles unkompliziert als Kuchen.

Ich habe diesen Kuchen in Anlehnung an ein Kuchenrezept der ZweiSchwestern gemacht. Wer mich kennt weiß, was ich verändert habe: familienoptimierter Ablauf, Dinkelmehl und weniger Zucker 😉

Der Kuchen besteht aus 4 Komponenten: Hefeteig, Quarkmasse, Mohn-Mus und Fruchtmus.

  • Hefeteig:
  • 110 mL Milch
  • 40 g weiche Butter
  • 30 g Hefe
  • 300 g Dinkelmehl
  • 3 Pkch. Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Quarkmasse:
  • 250 g Quark (ich habe den 20%igen genommen)
  • 1 EL Grieß
  • 1 Ei
  • 2 EL Zucker
  • Mohn-Mus:
  • 100 g Mohnfix (alternativ gemahlener Mohn und etwas Zucker)
  • 140 mL Milch
  • 1 Ei
  • 6 EL Zwetschgenmus (oder ein anderes Fruchtmus, das ihr gerne mögt)

Für den Hefeteig die Hefe in lauwarmer Milch lösen. Die restlichen Zutaten in einer Schüssel mischen, die Hefe-Milch-Mischung dazu und 10 min mit den Knethaken kneten, bis ein elastischer Teig entsteht. Dann abgedeckt 1 Std. bei Raumtemperatur stehen lassen.

In der Zwischenzeit für das Mus das Mohnfix in der Milch erwärmen und auflösen. Nach dem Abkühlen das Ei unterrühren.

Für die Quarkmasse alle Zutaten verrühren.

Den Hefeteig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech dünn ausrollen, mit der Quarkfüllung bestreichen (dabei einen Rand freilassen) und mit dem Mohn-Mus und dem Fruchtmus beklecksen.

15-20 min bei 180 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

Schoko-Frischkäse-Muffins

Schwarz-Weiß-Muffins

Die Kombination aus Schokolade und Frischkäse ist oberlecker, die Muffins sind schnell gemacht und haben einen Überraschungseffekt durch die Füllung.

Die Rezeptmenge reicht für ein normales Muffinblech.

  • Für den Teig:
  • 100 g Butter
  • 90 g brauner Zucker
  • 1 Ei
  • 200 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 300 g Buttermilch
  • 1 Tafel Schokolade, grob gehackt
  • Für die Füllung:
  • 150 g Frischkäse
  • 1 EL Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker

Für den Teig die weiche Butter mit dem Zucker schaumig schlagen und das Ei unterrühren. Dann Mehl, Backpulver und Natron unterrühren und die Buttermilch zugeben. Zum Schluss die Schokolade unterheben.

Für die Füllung den Frischkäse mit den Zuckern verrühren (das geht am einfachsten mit einer Gabel).

Ich stelle in die Muffinform noch Papierförmchen – dann habe ich nach dem Backen kein Problem mit dem Rauslösen und Servieren lassen sich die Muffins so auch leichter.

Nun erst einen kleinen Klecks vom Schokoladen-Teig in die Form füllen (etwa ein gestrichener EL), dann etwas Füllung daraufgeben (etwa ein gehäufter TL) und mit dem Schokoladen-Teig abschließen (etwa ein gehäufter EL).

1. Schokoladen-Teig (es geht auch etwas weniger)
2. Frischkäse-Füllung
3. Abschluss mit Schokoladen-Teig

Für 20-25 min bei 180 °C backen.

Lasst es euch schmecken!