Nuss-Nugat-Creme

„Wow, geht die einfach und schmeckt die toll!“ – Das war meine erste Reaktion, als ich dieses Rezept ausprobiert habe. Mein Mann hat das Rezept aus einer 25-Jahre alten Kinderzeitschrift und hat es wieder ausgegraben, nachdem ich mit unserer käuflich erworbenen Nuss-Nugat-Creme unglücklich war.

Und ich kann euch nur sagen: wir machen diesen Brotaufstrich seither immer selbst. Durch den Mahlungsgrad der Nüsse könnt ihr selbst bestimmen, wie zart oder kernig ihr den Aufstrich mögt. Meine Variante ist etwas kerniger, das mögen wir am liebsten.

  • 200 g Haselnüsse, gemahlen oder für die kernige Variante selbst mahlen
  • 4 gestrichene EL Honig
  • 3 EL Kakao
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 5 EL Wasser

Alle Zutaten vermengen und in ein verschließbares Glas abfüllen.

Lasst es euch schmecken!

P.S.: Ich habe es übrigens auf das „Saftige Körner-Roggenbrot“ gestrichen, da ich Nuss-Nugat-Creme am liebsten mit einem kräftigen Brot esse.

Falls ihr Lust auf den passenden Kuchen habt, kann ich euch den „Nuss-Nugat-Kuchen“ ans Herzen legen.

Lockerer Bananenkuchen ohne Zucker (auch in veganer Variante)

Was mir an diesem Kuchen besonders gefällt: er ist trotz der Bananen schön locker, hat Pfiff und kommt komplett ohne zusätzlichen Zucker und ohne Eier aus. Das Rezept ist sehr schnell gemacht und es kam bei meinen Männern so gut an, dass der Kuchen nach einem Tag verputzt war.

Hier die Menge für eine Kastenform:

  • 50 mL Milch (für die vegane Variante: Hafermilch)
  • 6 Soft-Datteln
  • 1 Prise Salz
  • 4 sehr reife Bananen
  • 50 g weiches Kokosfett (kurz erwärmen, falls es zu hart ist)
  • 280 g Dinkelmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 EL Kakaopulver

Die Datteln mit der Milch pürieren, dann 3,5 Bananen und das Kokosfett mit der Prise Salz zufügen und nochmals pürieren. Das Mehl und das Backpulver mischen und die Bananenmischung unterrühren. Dann das Kakaopulver unterheben. Ich rühre es nur grob unter, weil so eine schöne Marmorierung im Kuchen entsteht. Den Teig in eine gefettete Kastenform füllen. Die restliche halbe Banane in Scheiben schneiden, mittig in den Teig drücken und mit etwas Teig verschließen. Dann für 45 min bei 170 °C backen.

Hier noch ein Tipp, falls ihr kleine Kinder habt: die nachträglich zugefügten Bananenscheiben sehen toll aus und geben ein tolles Geschmackserlebnis, ABER sie sind auch eine wunderbare Einladung, um darin herumzumatschen. Wenn ihr das vermeiden wollt, püriert einfach die kompletten 4 Bananen. So habt ihr einen einheitlichen Kuchenteig und deutlich weniger Sauerei beim Essen. Die Kleinen lieben den Kuchen auch so ;-).

Lasst es euch schmecken!

Flotte Quark-Osterhasen

Da es heute so herrlich frühlingshaft ist und sich langsam Oster-Stimmung breit macht, möchte ich dieses flotte Osterhasen-Rezept mit euch teilen.

Hier die Menge für ca. 8 Osterhasen bzw. ein Backblech voller Hasen:

  • 75 g Quark
  • 40 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 3 EL Pflanzenöl
  • 1 TL Backpulver
  • 150 g Dinkelmehl

Den Quark mit Zucker, Salz, Ei und Öl glattrühren und Backpulver und Mehl unterrühren. Den Teig 15-30 min im Kühlschrank kaltstellen. Dann auf einer bemehlten Unterlage ausrollen (ca. 1 cm dick) und die Osterhasen entweder ausstechen oder im Freistil mit einem Messer ausschneiden.

Für 15 min bei 180 °C backen. Direkt nach dem Backen die Hasen mit geschmolzener Butter bestreichen und mit einer Zimt-Zucker-Mischung bestreuen.

Lasst es euch schmecken!

Brot ohne Hefe und ohne Sauerteig – „Corona-Brot“

Seit einigen Wochen ist bei uns einfach keine Hefe zu bekommen. Ich weiche deshalb auf reine Sauerteig-Brote aus, aber ich weiß, dass sich einige da nicht ran trauen (doch, tut es – es eröffnet euch eine wunderbare Brotvielfalt).

Meine Freundin hat sich von mir deshalb ein Brot ohne Sauerteig, ohne viel Schnickschnack und mit so wenig Zutaten wie möglich gewünscht. Ich habe es „Corona-Brot“ getauft, weil bestimmt jeder die nötigen Zutaten zuhause hat.

Es ist ganz bewusst ein kleines Brot, das frisch gebacken innen luftig ist und außen eine schöne Kruste hat. Es wird aber schnell trocken, deshalb lieber schnell aufessen und häufiger backen. Der Teig ist in 5 min zusammen gerührt.

  • 250 g Dinkelmehl oder Dinkelvollkornmehl
  • 1 gestrichenen TL Salz
  • 1 TL Natron
  • 250 mL Milch

Die trockenen Zutaten mischen und mit der Milch zu einem glatten Teig verrühren. Dann in eine gebutterte Kastenform füllen und 15 min bei 220 °C und 30 min bei 190 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

Und hier noch eine Variante mit Körnern:

  • 250 g Dinkelmehl oder Dinkelvollkornmehl
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 1 TL Naton
  • 40 g Sonnenblumenkerne und/oder Leinsamenkerne
  • 200 mL Milch

Die Kerne mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen (mindestens so lange, bis sie abgekühlt sind, länger geht immer).

Die trockenen Zutaten mischen, die abgetropften Kerne dazu und mit 200 mL Milch zu einem glatten, klebrigen Teig kneten. Den Teig auf einer bemehlten Unterlage rund wirken und auf ein Backpapier setzen. Im Backofen erst für 15 min bei 220 °C backen, dann auf 190 °C reduzieren und in weiteren 30 min fertig backen.

Lasst es euch schmecken!

Löwenzahn-Salat (oder: ein echter Salat „to-go“)

Speziell für diesen Frühling:

Wer in diesen Zeiten einen frischen Salat möchte, aber so wenig wie möglich zum Einkaufen gehen will oder wer ohnehin mehr in der Natur spaziert, da das noch erlaubt ist, der kann die Zeit zum Sammeln von Löwenzahn nutzen.

Löwenzahn-Salat sollte man unbedint einmal probieren! Er hat zwar leichte Bitterstoffe, aber mit einem fruchtigen, kräftigen Dressing schmeckt er klasse und gesund ist er noch dazu. Er enthält viele Vitamine und Spurenelemente und wirkt entgiftend – also genau das Richtige für unser Immunsystem.

Ein paar Hinweise zum Löwenzahn-Sammeln möchte ich euch noch mit auf den Weg geben:

  • kleine Blättchen sind zarter und schmecken weniger bitter (sobald sie Knospen ausbilden, legen die Blätter nochmal an Bitterstoffen zu)
  • achtet darauf, keinen Löwenzahn von typischen „Hundestellen“ (Randstreifen, Straßengräben, …) zu nehmen
  • pflückt keinen Löwenzahn direkt neben bewirtschafteten Äckern, da es sonst möglicherweise eine Belastung durch Pflanzenschutzmittel gibt

Jetzt aber zum leckeren Teil des Rezeptes: dem Dressing!

Ich mag dazu am liebsten eine klassische Vinaigrette:

  • 1 TL Senf
  • 1 TL Honig (oder für Experimentierfreudige: Sirup, Marmelade oder Gelee)
  • 2 EL Essig (z.B. Apfelessig, Kräuteressig, Aceto Balsamico oder Zitronensaft)
  • 3 EL Öl (z.B. Rapsöl oder Olivenöl)
  • Salz, Pfeffer (wer es noch kräftiger will, kann etwas Gemüsebrühe-Pulver nehmen)

Den Senf mit dem Honig glattrühren und den Essig unterrühren. Dann das Öl kräftig unterrühren. Wem die Vinaigrette zu kräftig ist, der gibt noch einen Schuss Wasser dazu.

Ihr seht schon: bei der Vinaigrette kann man sich bezüglich der Zutaten richtig austoben. Hier findet sicher jeder für sich die passende Kombination.

Viel Spaß beim Probieren und lasst es euch schmecken!

Kirschkuchen mit Mandelblättchen

Knuspriges Topping trifft fruchtigen Belag – und die Mittelschicht aus Sahnepudding fügt sich wunderbar dazwischen ein. Ich spare bewusst am Zucker, dadurch ist der Kuchen leichter, als es sich auf den ersten Blick anhört und die Einzelkomponenten kommen besser zur Geltung.

Hier das Rezept für eine Springform:

  • Für den Rührteig:
  • 80 g weiche Butter
  • 30 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 3 Eigelb
  • 200 g Mehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 50 mL Milch
  • Für die Füllung:
  • 1 Glas Kirschen
  • 3 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 200 mL Sahne
  • 60 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 200 mL Milch
  • 1 Pck. Sahne-Puddingpulver
  • Für die Mandelblättchen:
  • 100 g gehobelte Mandeln
  • 30 g flüssige Butter
  • 1 EL Zucker

Für den Rührteig die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren und nach und nach die Eigelbe unterrühren. Anschließend das Mehl und das Backpulver, sowie die Milch unterrühren und den Teig in die Backform geben.

Die abgetropften Kirschen auf dem Teig verteilen.

Für die Puddingschicht die Sahne mit dem Zucker und der Butter erhitzen. Das Puddingpulver mit der Milch verrühren und zur Sahne geben. Kurz köcheln lassen, bis der Pudding eingedickt ist. Dann die Eiweiße mit der Prise Salz steif schlagen und unter die Puddingmasse ziehen. Diese auf den Kirschen verteilen.

Die Mandelblättchen mit der flüssigen Butter und dem Zucker mischen, auf den Kuchen streuen und 30-40 min bei 160 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

Spekulatius-Apfelmus-Creme

Eine wunderbare Möglichkeit, übriggebliebene Spekulatius zu verwerten. Die Creme passt zu jeder Jahreszeit, da das fruchtig-cremige im Vordergrund steht.

Die Creme ist sehr schnell gemacht, sie kann gut vorbereitet werden (je länger sie zieht, desto besser schmeckt sie uns) und hält sich anschließend für mindestens 3 Tage im Kühlschrank.

Fast wäre die Creme weg gewesen, bevor ich das Bild machen konnte

Für ein Dessert für 3-4 Personen braucht ihr:

  • 250 g Quark
  • Milch
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 15-20 Spekulatius
  • Apfelmus (selbstgemacht oder gekauft)

Den Quark mit Vanillezucker und etwas Milch glattrühren. Dann 1/3 davon in eine Schüssel geben. Darauf 1-2 cm dick Apfelmus streichen.

Die Spekulatius in einen Gefrierbeutel füllen. Mit einem Nudelholz zerkleinern. 3/4 der Spekulatiusbrösel auf die Apfelmus-Schicht geben (die Schicht sollte ebenfalls 1-2 cm dick sein). Dann erneut 1-2 cm dick Apfelmus darauf verteilen. Die restliche Quarkcreme darauf streichen und mit den restlichen Spekulatius-Bröseln bestreuen.

Die fertige Creme abdecken (ich habe dafür ein Bienenwachstuch* verwendet) und mindestens einen halben Tag im Kühlschrank ziehen lassen – besser ein Tag, dann ist sie wunderbar durchgezogen.

Lasst es euch schmecken!

Einfaches Roggenvollkornbrot (oder: ein „huch, der Sauerteig muss weg“-Brot)

Dieses Brot habe ich nur gebacken (wie euch der Name schon verrät), weil ich den Sauerteig im Kühlschrank vergessen hatte und er dringend verarbeitet werden musste. Er war etwa 14 Tage alt und roch kräftig sauer, aber zum Glück noch nicht schlecht. Ich wollte mein Anstellgut unbedingt retten und so habe ich schnell dieses Brot gebacken. Es ist so erstaunlich schön, lecker und saftig geworden, dass ich das Rezept hier mit euch teilen möchte.

  • ca. 100 g Roggenvollkorn-Sauerteig
  • 500 g lauwarmes Wasser
  • 600 g Roggenvollkornmehl
  • 12 g Salz

Den Sauerteig im Wasser lösen und das Mehl unterrühren. Dann abgedeckt über Nacht bei Raumtemperatur stehen lassen.

Am nächsten Tag 3-4 EL als neues Anstellgut weg nehmen, dann das Salz unterkneten und dabei auf einer bemehlten Arbeitsunterlage rund wirken. In ein Gärkörbchen geben und 2 Std. bei Raumtemperatur gehen lassen. Dann auf ein Backblech mit Backpapier stürzen und im vorgeheizten Backofen 15 min bei 220 °C und 45 min bei 190 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

Saftiges Körner-Roggenbrot

Dieses Brot bekommt einen Platz ganz oben in meiner persönlichen „Lieblingsbrote“-Liste. Es ist saftig, feinporig und hält sich über Tage hinweg frisch. Das Brot harmoniert wunderbar mit einer deftigen Brotzeit, schmeckt aber auch mit süßem Belag sehr gut. Es ist ein reines Roggenbrot, kommt aber trotzdem sehr „leicht“ daher.

Ich war damals sehr überrascht, als ich es zum ersten Mal probiert habe. Ich habe das Rezept leicht abgewandelt, die ursprüngliche Variante findet ihr hier*.

Die Menge ist optimal für eine Kastenform mit 35 cm Länge*:

  • Salzsauerteig:
  • 2 EL Roggenvollkorn-Anstellgut
  • 360 g Roggenvollkornmehl
  • 290 g lauwarmes Wasser
  • 3 g Salz
  • Brühstück:
  • 75 g Leinsamen
  • 75 g Sonnenblumenkerne
  • 150 g heißes Wasser
  • Hauptteig:
  • Sauerteig
  • Brühstück
  • 440 g Roggenmehl (ich habe dunkles verwendet; normales geht aber auch)
  • 400 g lauwarmes Wasser
  • 1 kirschgroßes Stück Frischhefe
  • 15 g Salz
  • 50 g Löwenzahnsirup oder Zuckerrübensirup

Für den Sauerteig die Zutaten gut vermischen und abgedeckt bei Raumtemperatur über Nacht stehen lassen.

Für das Brühstück die Körner mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen (mindestens so lange, bis das Wasser kalt geworden ist).

Am nächsten Tag für den Hauptteig alle restlichen Zutaten in der Küchenmaschine kneten. Der relativ weiche Teig wird in die gebutterte Kastenform gefüllt und dort für 1-2 Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen, bis er deutlich an Volumen gewonnen hat.

Im vorgeheizten Ofen ohne Wasserdampf für 60 min bei 200 °C backen.

Lasst es euch schmecken!

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